Eine Fantasiereise


Du liegst auf einer kunterbunten Blumenwiese und lauscht dem Sausen des leichten Windes, der um dich weht. Deine Augen sind geschlossen und du spürst die warmen Sonnenstrahlen auf deiner Haut. Du hörst den Wind in den grünen Blättern des großen Apfelbaumes rascheln und atmest den süßen Duft des Sommers ein.

Du fühlst dich pudelwohl. Du wünschst dir gerade, dass Pflanzen auch leben könnten, als du deinen Kopf zur Seite drehst und direkt in das liebliche Gesicht einer Sonnenblume blickst. Die Sonnenblume scheint zu träumen, denn sie hat die Augen geschlossen und ein seliges Lächeln auf dem Gesicht. Du beobachtest die Blume eine Zeit lang. Als sie ihre Augen öffnet sagst du ganz leise und sanft: „Hallo, Sonnenblume!“ Die Sonnenblume sieht dich lächelnd an. „Hallo!“, säuselt sie. Du richtest dich gemächlich auf und fragst die Sonneblume etwas erstaunt, ob alle Pflanzen leben würden. Sanft schüttelt sie ihre Blüte. „Nein“, meint sie dann, „nur ich und dieser Apfelbaum, aber der ist schon so alt, dass er es nicht mehr zeigt, aber man kann es ganz deutlich spüren, dass er noch lebt, wenn man ihn berührt. Manchmal spricht er auch mit Menschen, aber nur mit Besonderen.“ Du lächelst sie an und sie schläft wieder ein.

Du stehst auf und läufst gemütlich zum alten Apfelbaum. Als du ankommst, legst du langsam deine Hand an seinen rauen Stamm. Du kannst fühlen, wie sich etwas in ihm bewegt. Es fühlt sich fast so an wie ein Herzschlag. Als du den Baum umarmst, hörst du seine sanfte Stimme sprechen. Aber nicht mit deinen Ohren, sondern mit deinem Herzen.
Katharina Born
Klasse 9



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