Der geheime Raum


Es waren einmal sechs Kinder, sie hießen Viktoria, Niklas, Anna, Tom, Jule und Kristian. Sie lebten mit ihrem Vater in einem großen und gruseligen Schloss. In einer dunklen, regnerischen und stürmischen Nacht schliefen alle sechs Kinder und ihr Vater tief ein, als Folgendes passierte:
Die Kinder hörten eine gruselige Stimme. Sie wachten auf und waren sehr erschrocken. Sie liefen der Stimme nach, bis sie zu einem Teppich kamen. Viktoria flüsterte: „Ich habe etwas Hartes berührt!“ Da sagte Niklas: „Vielleicht hast du recht, Viktoria. Mal sehen, ob da wirklich etwas ist.“ Sie zogen den Teppich beiseite und sahen eine braune Tür. Anna fragte: „Warum hat uns unser Vater nichts von dieser Tür erzählt?“ Da sagte Tom: „Vielleicht hat uns unser Vater das nicht erzählt, weil diese Tür geheim oder gruselig ist.“  „Oder vielleicht hatte er Angst, dass uns etwas hinter dieser Tür passiert!“, überlegte Jule.

Dann öffneten die Kinder die Tür. Da rief Kristian: „Oh, hier ist es sehr dunkel und gruselig, ich denke wir müssen gehen.“ Tom fragte: „Bist du jetzt ein Angsthase, Kristian?“ Anna rief: „Wir müssen in diesen Raum hineingehen, damit wir herausfinden, was darin ist!“
Also gingen die Kinder in diesen Raum. Nach ein paar Minuten hörten sie dieselbe Stimme, die sie vorher schon gehört hatten. Es klang wie „Hui, hui, hui!“ Da schrie Viktoria: „Ahhhhhhhh, das sind bestimmt Geister!“
Sie rannten so schnell weg wie sie nur konnten. Da sagte ein Geist: „Wartet bitte, wir möchten euch doch einfach nur begrüßen!“ Als die Kinder das hörten, stoppten sie sofort. Viktoria fragte: „Wie können Geister uns denn begrüßen? Geister können nicht nett sein und niemanden begrüßen.“ Ein anderer Geist antwortete: „Wir waren früher nette Geister. Als der König noch lebte, hatte er uns hier eingesperrt, damit uns niemand sieht und wir hofften, dass uns jemand findet und uns befreit.“
Niklas sagte: „Das ist also eure Geschichte, aber bevor wir euch befreien, möchten wir euch eine Frage stellen: Warum wurde dieser Raum geheim?“ Darauf antwortete ein Geist: „Weil der König, der hier wohnte, nicht wollte, dass uns ein Mensch findet und befreit.“ Nun rief Anna: „Also jetzt müssen wir erst einmal darüber nachdenken, wie wir die Tür finden, durch die wir hereingekommen sind. Ich hatte ein Taschentuch in meiner Hosentasche und ich habe an jedem Platz, an dem wir vorbeigegangen sind, ein Stück davon auf den Boden geworfen und jetzt können wir die Fetzen benutzen, um herauszukommen!

Die Kinder fanden die Tür nach einer Weile endlich und öffneten sie. Alle gingen hinaus. Die Geister sagten: „Vielen Dank, ihr lieben Kinder! Wir sind sehr froh, dass wir endlich frei sind und jetzt können wir unsere Familie und Freunde wiedersehen!“ Alle verabschiedeten sich voneinander.
Als der Vater seine Kinder sah, fragte er sie sofort: „Wo wart ihr denn die ganze Nacht?“ und die Kinder erzählten ihm ihr ganzes spannendes Abenteuer. Der Vater sagte aber: „Ihr habt echt viel Fantasie, Kinder, es gibt doch überhaupt keine Geister!“ „Doch, wir haben die Geister gesehen und sie waren hinter einen geheimen Tür eingesperrt“, antworteten die Kinder. „Bestimmt hattet ihr einen Alptraum!“, sagte der Vater erstaunt.

Die Kinder gingen in ihre Zimmer und verkleideten sich als Geister, um ihren Vater zu erschrecken. Danach gingen sie heraus und der Vater erschrak sich sehr. Er schrie: „Ahhhhhh, Geister, Geister! Hilfe!“

Anschließend gingen die Kinder schnell wieder zurück in ihre Zimmer und lachten leise über ihren Vater. Sie kicherten: „Als wir unserem Vater gesagt haben, dass wir Geister gesehen haben, hat er über uns gelacht und jetzt sind wir dran, über ihn zu lachen!“
Der Vater sagte: „Ihr hattet recht, Kinder, es gibt wirklich Geister. Ich habe sie jetzt selbst gesehen!“ Da antworteten die Kinder: „Siehst du, es gibt Geister und du hättest nicht über uns lachen sollen! Hahahahahaha!“

Salma & Mariam
Klasse 5b



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