Digitales Klassenzimmer


Seit zwei Wochen sieht man in der Klasse 7b überall auf den Tischen der Schülerinnen und Schüler Laptops oder iPads – ohne dass diese von den Lehrern abgenommen würden. Dies ist Teil eines Projektes: Einer der Schüler, Abdel Rahim, ist auf die Idee gekommen, den Unterricht ein wenig zeitgemäßer zu gestalten. Das bedeutet, dass die Lehrer Arbeitsblätter und Materialien per Mail an die Schüler schicken, die diese dann im Unterricht digital bearbeiten.

Nachdem der Klassenlehrer Herr Feldmann sowie die Schulleiterin Frau Weber ihr OK gegeben haben, war die Umsetzung nur noch ein Kinderspiel. Fast alle Schülerinnen und Schüler besitzen ohnehin einen Laptop, den sie dann einfach zur Schule mitbringen. Die Idee dahinter ist, die Zettelwirtschaft und damit auch das Gewicht, das jeden Tag von den Schülern herumgetragen wird, zu reduzieren. Am Wichtigsten aber ist, dass die Medienkompetenz geschult wird. Der Computer ist mittlerweile wichtigstes Arbeitsmedium in der Berufswelt – und je früher der Umgang damit geschult wird, desto besser. Die meisten Lehrer der 7b erlauben Mischformen in ihrem Unterricht – also Arbeiten mit dem Buch und mit Heften; wer will, darf seine Aufzeichnungen aber in den Computer tippen.

Das Projekt wird noch eine Weile fortgeführt und dabei beobachtet, inwiefern der Einsatz von Computern während des Unterrichts sinnvoll ist und wo doch zur klassischen Form des Heftes gegriffen werden sollte.

Die meisten Schüler der Klasse sind begeistert: „So schreibe ich viel schneller und es macht viel mehr Spaß!“ Andere wiederum lassen ihren Laptop mittlerweile schon wieder zu Hause, da sie sich von ihm zu leicht ablenken lassen. Momentan zeichnet es sich ab, dass der Fachlehrer in Zukunft entscheiden können wird, ob und wie er den Computer im Unterricht einsetzen möchte, die klassische Mitschrift aber die Regel bleiben wird.

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