Ausflug der Klasse 5a nach SEKEM


SEKEM ist ein ökologischer Gutshof, er liegt am Ostrand des Deltas westlich von Aschera Ramadan. Die Fahrt von der Schule durch Neu-Kairo, dann auf der Suezstraße durch Shorouk City bis nach Aschera Ramadan dauert ungefähr eine Stunde; von dort sind es noch ca. 15 Minuten bis nach SEKEM.

Um 7:45 Uhr fuhren wir mit zwei Bussen von der Schule ab – gespannt, was wir dort alles sehen würden.  Begleitet wurden wir von Frau Oschmann und Frau Montag. Wir hatten Sekem ausgewählt, da wir in Erdkunde das Thema ökologische und herkömmliche Landwirtschaft behandelt hatten. Wir wussten, dass man in SEKEM nach ökologischen Gesichtspunkten Landwirtschaft betreibt und wir wollten gerne sehen, wie dies funktioniert. Dort sollte nämlich das Futter selbst hergestellt werden, außerdem sollte dort eine artgerechte Tierhaltung geführt werden, was bedeutet, dass die Tiere sehr viel Bewegungsfreiheit haben.

Als wir nach 75 Minuten in SEKEM ankamen, wurden wir dort von Frau Yvonne empfangen.  Sie lebt dort bereits seit 27 Jahren und sie zeigte uns die gesamte Anlage.
Zuerst ging es zu den Ställen mit den Kühen und den Schafen; hier roch es sehr stark nach Landwirtschaft, ein Geruch, den viele von uns zuerst überhaupt nicht mochten. Hier durften wir die jüngeren Kühe mit Stroh und Gras füttern – für viele von uns zum ersten Mal, aber es hat echt Spaß gemacht. Anschließend ging es weiter zum Schafsstall. Dort wuselten Hunderte Schafe durcheinander. Ein Landarbeiter zeigte uns ein zwei Tage altes Lamm; wir durften es sogar auf den Arm nehmen und alle wollten damit fotografiert werden.

Anschließend waren die Babykälbchen dran, eines von ihnen war richtig laut. Im Nachbargehege stand eine Kuh, die sich ganz ruhig von unseren ungeduldigen Händen melken ließ. Komisch war es schon für einige von uns, denn es war für viele das erste Mal, dass sie so nah an eine Kuh herankamen.  Anschließend guckten wir uns die Taubenhäuser an und beobachteten, dass bei unserem lauten Klatschen wie auf Kommando alle Tauben auf- und wegflogen. Bei den Taubenhäusern standen viele Palmen, aus deren Rinde die Landarbeiter Besen herstellen, es war sehr staubig und inzwischen auch heiß. Auf diesem Teil der Farm befand sich auch ein kleineres Haus, wo die Arbeiter das Trockenfutter für die Tiere mischen und wo auch aus Baumwollsamen Baumwollöl hergestellt wird.

Anschließend besuchten wir noch den Kindergarten sowie die Schule von SEKEM:  Auf dem Gutshof wurde gleich zu Anfang eine Schule gebaut, die von vielen Kindern der umliegenden Dörfer besucht wird. Man kann dort sogar das Thanaweya Amma machen, aber die viele der Kinder hören mit dem Addadeya auf und lernen dann einen Beruf, mit dem sie oft bei SEKEM wieder eine Arbeitsstelle finden können. Es ist eine echtes Community Center – Frau Yvonne erzählte uns, dass täglich mehr als 1000 Menschen durch das SEKEM-Tor hereinkommen, die größtenteils alle dort arbeiten.

Inzwischen war es beinah 12:00 Uhr geworden und wir hatten alle Hunger und Durst, deshalb versammelten wir uns auf dem Pausengelände zu einem Picknick, das wir aus der Küche von SEKEM erhielten.  Wer wollte, konnte auch sein eigenes mitgebrachtes Essen frühstücken.  Es gab frischen Mango- und Guavensaft, komischerweise mochten einige den frisch ausgepressten Saft nicht und tranken lieber den Saft aus den Dosen! Dazu gab es Fladenbrot mit Tamia oder mit weißem Käse und Tomaten.  Am leckersten aber waren die frischen „home made“ Chipsy, die haben dann aber alle gegessen.  Anschließend spielten wir noch mit einigen Schülern Fußball auf der großen Rasenfläche.  Toll, es gab richtig viel Platz!!!

Zum Schluss sollten wir noch Geranien in Blumentöpfe pflanzen, dazu mussten wir noch einige „Abfälle“ wie Äste, Küchenreste aus der Küche, Blüten von Blumen und auch Papier suchen, die der Blumenerde hinzugefügt wurden. Diese Töpfe nahmen wir mit und gingen zu unserem Bus zurück, denn unsere Abfahrtszeit war gekommen – eigentlich sollten wir aufpassen, dass die Töpfe nicht umfielen, taten sie dann aber doch und die Busse sahen in Kairo schlimm aus. Diese mussten wir dann noch ein wenig auskehren, trotzdem ist es ein ganz toller Ausflug gewesen und vielleicht können wir da noch einmal hin.
Autoren: Die Klasse 5a

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